gleichmütig garteln und leben

Geschriebens

  • Als Bommerin (Jg. 1962) bin ich in einer Zeit aufgewachsen, die geprägt war von "Maloche",  von der Sehnsucht nach Frieden, nach Sicherheit, nach Spaß und Vergessen. Höre ich Schlager aus Kinderzeiten, kann ich meist nicht nur mitsingen, ich fühle mich auch eingehüllt in diesen Zeitgeist (unbedingt mal reinhören: Gefühle, Albernheiten und Nicht-Wokeness satt ;)). Der vergangene Krieg mit all seinem großen Leid auch für Deutsche war in den Liedern wie auch in den allermeisten Familien "kein Thema". Es wurde sich ausgeschwiegen. Und nicht nur über den Krieg. Über alles, was die Gefühlsdämme in Gefahr zu bringen drohte. Nicht umsonst wird die Generation meiner Eltern die vergessene Generation genannt. Als Kriegskinder mussten sie viele ihrer Bedürfnisse und Wünsche vergessen. Nicht wenige haben darüber sich selbst vergessen, ihr Leben lang einfach nur weiter funktioniert. Eine andere Form des Schweigens, ein weiterer Schutz vor dem Schmerz und eine weitere Mauer, nach Innen und nach Außen.
  •  
  • Bis zur 2. Klasse habe ich mit meinen Eltern und meiner Schwester (Jg. 1994) in einer Mitwohnung gelebt  (wir hatten aber einen Strebergarten :-)). Dann sind wir in ein Tiny-House (46 qm) gezogen mit Riesengrundstück (knapp 2500 qm). Das Haus hat meine Schwester "Trampelhaus" getauft, weil wir dort endlich auch mal laut sein durften (es sei den mein Vater schlief, weil er Nachtschicht hatte).
  • Wir hatten Katzen, Hund, Kaninchen, Hühner, eine Weile auch Flugenten und Gänse. Wurden Körner zugefüttert, waren im Hühnerhof Spatzen ohne Ende, beim barfußlaufen waren Bienen- und Wespenstiche vorprogrammiert, zur Kirschenzeit schlug unser Nachbar regelmäßig die Topfdeckel um Schwärme von Staren zu vertreiben. waren die BGeliebt habe ich auch unsere Obstbäume, besonders den Birnbaum neben dem Haus mit 5 Sorten Birnen, sie zu unterschiedlichen Zeiten reif wurden. Als ich einmal von der Grundschule nachhause kam, war er gefällt. Damit der Umbau leichter zu bewerkstelligen war. Jahrelang habe ich zu Alexandras "Mein Freud der Baum ist tot" bitterlich geweint (Tränern kommen mir beim Gedanken an das Lied ehrlich gesagt immer noch).
  • Zu meiner Kindheit gehörte bis zum 7. Lebensjahr

 

  • 1980 hatte ich meine erste eigene Wohnung, bin nach Abschluss meiner Lehre (Apothekenhelferin) zwei Monate durch Irland getrampt, habe meinen "Selbsterfahrungssport" begonnen, aufgehört Fleisch zu essen, war in der örtlichen Frauen-, der Umweltschutz- und der Friedensinitiative, hatte eine ziemlich genauer Idee davon, was mir und der Welt gut tun würde.
  • Und obwohl "das Letzte aus sich rausholen" so ziemlich das Dümmste ist, was ein Mensch mit ME/CFS machen kann, war es zwei Jahrzehnte ein echter Kampf, mir nicht den Stempel "faul" aufzudrücken, wenn ich "nichts" getan habe. Wengstens ein Hörbuch müsste doch gehen oder Entspannungsübungen oder Meditation, hat es in mir gerufen...
  • So viel Gefühl, wie da in Liebeslieder gelegt wurde, berührt heute fast schon unangenehm, wohingegen viele Texte im besten Falle Kopfschütteln hervorrufen dürften, angesichts ihrer Albernheiten und Nicht-Wokeness ("der alte Häuptling der Indianer" z.B. "fuhr fast aus roter Haut").  https://www.youtube.com/watch?v=2vyQ4ZIcESw
  •  
  • Die Autobahn im Hirn war so breit geworden, dass Neben- und
  • Obwohl kein Hunger mehr drohte, blieb die Not in Kopf und Bauch und handlungsweisend.


  • Boomer:in ist ja häufig abwertend gemeint, wie auch Weib, Alte oder Emanze. Ich mag alle vier Begriffe.
  •  
  • Wie es dem "Schlappe-Krähe-Anteil" in mir geht, zeigt die Position der lila Kuscheldecke (ist mir näher als Zahlen von 1 - 10). Mindestens einmal am Tag gucke ich, ob es so passt mit dem Eingekuschelt sein. Wenn nicht, probiere ich so lange rum, bis das Bild für mich stimmig ist. Von ohne Decke da sitzen bis nur noch die Schnabelspitze rausgucken lassen - alles ist möglich. Für mich eine sinnliche Ruhen & Tun in für mich angemessener Balance halte oder auf die Bremse treten sollte (vielleicht koMir hilft es dabei zu überprüfen, ob mein Verhalten
  • Vielleicht muss die Krähe auch einfach wieder mal eine Weil auf meinen Bauch- Und übe mich dann darin, Verhalten an Befinden anzupassen. Es kann gut sein, dass die Krähe dann einfach mal wieder eine Weile auf meinen Bauch muss.